Willkommen
23.Dezember 2011
Frohe Weinacht und fürs neue Jahr 2012 alles Gute. Merry Christmas and all the best for the New Year 2012.
27. Januar 2011 Nachdem ihm sein Arbeitgeber – das Radsportteam BMC – für 2011 keinen neuen Arbeitsvertrag ausstellen wollte, und sich auch sonst kein adäquater Arbeitgeber im Radsport finden liess, zog der Zweisimmer Radprofi Florian Stalder im vergangenen Herbst einen Schlussstrich unter seine Sportkarriere. Privat und beruflich machte er Nägel mit Köpfen: Am 27. Oktober 2010 heiratete er in Kalifornien seine Kaycee, trat anfangs Jahr eine Stelle in Grindelwald an und wird dort im August eine Zusatzlehre als Plattenleger beginnen. Sein erstes Radrennen (von Gstaad nach Lauenen) hatte Florian Stalder 1996 als 14-jähriger bestritten und gewonnen. Mit einem fünften Platz am 3. Oktober 2010 beendete er 14 Jahre später seine Karriere als Spitzensportler, die ihm zahlreiche schöne Resultate und viele interessante Eindrücke eingebracht hatte. Der Radrennsport führte ihn in die verschiedensten Länder und Kontinente und es ergaben sich viele interessante Begegnungen. Nicht einfach waren für den fairen Sportler die unsauberen Machenschaften von Konkurrenten, Betreuern und Managern in der Radsportszene. Höhepunkte als Elite-Amateur Als Elite-Amateur zählen die Teilnahmen an den beiden Weltmeisterschaften in Hamilton und Verona und die Europa-Meisterschaften in Bergamo und Tallin zu den schönsten Erinnerungen. Die erfolgreichsten Auftritte hatte er jedoch am GP Tell. Unvergessen ist sein hart erkämpfter dritter Rang vor seiner Haustüre auf der GP-Tell-Etappe von Roggliswil nach Zweisimmen mit den Aufstiegen von Garstatt–Beret–Heimersberg und dem zweimaligen Rundkurs via Oeschseite–Saanenmöser (inbegriffen dem Saanenwaldstutz mit 28% Steigung). Ein dritter und ein vierter Gesamtrang in diesem international bedeutenden Anlass für Elite-Amateure öffnete ihm die Türe zu einem Profivertrag. Das schwierige Jahr bei Phonak So stieg er 2005 beim tschechischen Team ED-Systems ins Profi-Geschäft ein. Trotz sprachlichen Schwierigkeiten und einem wenig organisierten Betrieb gelangen ihm (vor allem in Deutschland) gute Resultate. Sportmäzen Andy Rhis wurde auf den Simmentaler aufmerksam und stellte ihm anlässlich der TdS-Etappe in Lenk einen Zweijahres-Vertrag bei seinem Phonak-Team in Aussicht. Nach nur einem Jahr musste dieses Team aufgelöst werden. Dopingaffären seiner Mannschaftskollegen (Landis, Guttierrez, Botero und Urweider) hatten dazu geführt. Florian fand daraufhin im österreichischen Team «Volksbank» einen neuen Arbeitgeber und hatte dort als Co-Kapitän seine grössten Erfolge. Tds-Sprintsieger, Zweiter im Veneto Zehn Top-Ten-Klassierungen und der Gewinn der Tour de Suisse Sprintwertung machten das Jahr 2007 zum erfolgreichsten in seiner Profi-Karriere. Am Giro del Veneto verhinderte der Italiener Bertolini nur um Haaresbreite einen Profisieg des Simmentalers; beim Rennen um den Frankfurter-Henninger-Turm war er der aktivste Teilnehmer einer erfolgreichen Fluchtgruppe mit dem nachmaligen (gedopten) Sieger Patrick Sinkewitch und auf der Königsetappe der Deutschland-Rundfahrt lieferte er sich auf dem 14 Kilometer langen Schluss-Aufstieg von Sölden zum 2700 Meter hohen Rettenbachgletscher gegen den (ebenfalls gedopten) Davide Rebellin und wurde glänzender Vierzehnter. In diesen Zeiten sah man ihn oftmals als Animator und Mitglied von Fluchtgruppen, so auch immer wieder an den nationalen Meisterschaften. 2009 wurde Andy Rhis ein zweites Mal zum Arbeitgeber. Florian Stalder wurde als Helfer für das BMC-Team verpflichtet und hatte seine Fähigkeiten fortan als Teamhelfer unter Beweis zu stellen. Das gelang ihm unter anderem beim diesjährigen Giro d’Italia hervorragend. Dort leistete er im härtesten und schnellsten Giro aller Zeiten einen wesentlichen Beitrag zum 5. Gesamtrang von Teamleader und Weltmeister Cadel Evans. Heirat mit Kaycee, Zusatzlehre als Plattenleger Die Frage, ob er nochmals eine Profikarriere anpeilen würde, beantwortet Stalder mit einem klaren Ja. «Trotz den Problemen im Radsport hatte ich eine sehr interessante und gute Zeit. Ich trete als sauberer Sportler zurück. Alle (über hundert) Dopingkontrollen waren negativ. Im Nachhinein muss ich aber feststellen, dass ich oftmals zu uneigennützig aufgetreten bin und damit die eigenen Chancen zu fest in den Hintergrund gestellt habe. Die schönen Erinnerungen werden mich aber mein Leben lang begleiten». Begleiterin auf diesem Lebensweg wird fortan auch eine hübsche Amerikanerin sein. Still und heimlich hat er im vergangenen Oktober im kalifornischen Santa Rosa seine Freundin Kaycee geheiratet. Sie hatte die BMC-Radprofis in den beiden letzten Jahren als Physiotherapeutin betreut. Das Paar wohnt nun in Unterseen. Kaycee wird in Interlaken ihrem Beruf nachgehen; Florian hat eine Stelle im Betrieb von Michael Schertenleib in Grindelwald gefunden und wird dort ab August eine zweijährige Zusatzlehre als Plattenleger beginnen. Das Rennrad hängt am berühmten Nagel. Trotzdem will er sich weiterhin sportlich betätigen. Schon immer in den Fussstapfen seines Vaters (auch er war Radsportler, Strassen- und Bergläufer), hat er mit dem Joggingtraining begonnen. Im Herbst will er den Jungfrau-Marathon absolvieren. Ernst Hodel
Immer wieder in Fluchtgruppen: Florian Stalder hinter Olympiasieger und Weltmeister Fabian Cancellara an den Schweizer Meisterschaften 2009.
Einer seiner schönsten Erfolge: Florian Stalder durfte sich in Bern als Gesamtsieger der TdS-Sprintwertung feiern lassen.
Im Radsport ein Paar geworden: Forian Stalder mit Gattin Kaycee an den Snowgames von Zweisimmen.
31.Dezember 2010 Hallo zusammen, ich weiss, ich weiss, lange ist`s her seit meinem letzten Eintrag. Bitte entschuldigt mich vielmals aber ein Schreibstau hielt mich ganz bös in den Krallen und wollte mich partout nicht loslassen. Wie viele sicher schon vor ein paar Wochen im Berner Oberländer lesen konnten, gelang es mir nicht mich mit einem Profi-Team auf einen einigermassen akzeptablen Arbeitsvertrag zu einigen. Aus diesem Grund trete ich nach sechs schönen Jahren als Radprofi vom aktiven Radrennsport zurück. Auf`s neue Jahr fand ich beim Plattenleger Unternehmen Schertenleib in Grindelwald eine neue Herausforderung auf die ich sehr gespannt bin. Und etwas muss ich euch noch unbedingt erzählen. Am 27. Oktober heiratete ich in St. Rosa im Bundesstaat Kalifornien mein US-Mädchen Kaycee !!! Nun wünsche ich euch Allen, liebe Leser, ein wunderschönes Jahr 2011 und vorallem gute Gesundheit und viel " Gfröits ". Häbits guet Florian Nachfolgend noch einige Impressionen aus dem US-Bundesstaat Colorado, der Heimat von Kaycee.
Durango and Silverton Railroad
Foto: Hiren und Pankaj`s
Foto: Rolf Hicker
3.Oktober Zum Abschluss ein 5. Rang in Montreux Hoi zäme, schon in der ersten von vierzig Runden befand ich mich am 3. Abendkriterium von Montreux in der Spitzengruppe die später von zwei nachfolgenden Fahrer noch aufgestockt wurde. Kontinuierlich bauten wir auf dem engen Rundkurs den Vorsprung aus und konnten somit auch alle fünf Runden die Wertungsprints unter uns ausmachen. Schlussendlich belegte ich an diesem gut organisierten Event, den Teamkollege Alexander Moos gewann, den fünften Schlussrang. Ob`s das letzte Rennen meiner Karriere war ist immer noch offen. Selbstverständlich halte ich euch, liebe Leser, auf dem laufenden. Bis später u häbits guet Florian
So schön präsentierte sich an diesem Abend die Dents du Midi 24.September Hallo zusammen, nachfolgend das etwas gekürzte Interview, das am Dienstag 21.Sept. im Berner-Oberländer erschien und Philippe Rindlisbacher mit mir gemacht hat. Am Scheideweg angelangt Während die Besten seines Fachs nächste Woche in Melbourne um WM-Medaillen fahren, kämpft Florian Stalder um seine sportliche Zukunft. Noch besitzt der 28-Jährige keinen Vertrag für die kommende Saison. Die schweizerisch-amerikanische BMC-Equipe, welche von Andy Rihs finanziert wird, hat den auslaufenden Vertrag mit Florian nicht verlängert. " Das hat mich getroffen, ich muss den Entscheid aber akzeptieren ", sagt Stalder. BMC scheut derzeit kaum finanzielle Anstrengungen, mehrere arrivierte Fahrer wurden engagiert - nächstes Jahr soll Weltmeister Cadel Evans an der Tour de France triumphieren. " Für mich hat es anscheinend keinen Platz mehr " sagt Florian. Weil verschiedene Teams fusionieren oder sich zurückziehen und viele junge Fahrer für ein tiefes Salär fahren würden, sei die Situation gegenwärtig besonders ungünstig. Im BMC-Rennstall sei er gut entlöhnt worden und werde für einen minimalen Jahreslohn keine Rennen mehr bestreiten. Florian Stalder bezeichnet sich als Teamplayer und seriösen Arbeiter der das Rampenlicht nicht sucht. " Wahrscheinlich bin ich in den Rennen ein zu netter Kerl und riskiere nicht genug " sinniert er. Stalder bestritt heuer den Giro d`Italia und die Polen-Rundfahrt. Im Palmares von Florian fehlte jetzt eigentlich nur noch die Tour de France der grossen Rundfahrten!!! Priorität hat bei Florian Stalder dieser Tage die Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Zwei, drei Optionen besitze er, allerdings seien die Gespräche noch nicht konkret geworden. Es handle sich um Equipe aus den USA, welche sich an den renommierten Rennen in Europa präsentieren wollen. Den drohenden Rücktritt wolle er vermeiden, " dieser käme jedoch keinem Weltuntergang gleich ". Aus Unterseen grüsst ganz herzlich Florian
12.September Eine kleine Europa-Tour Hallo zäme, seit dem 14. August als ich in Hamburg die Vattenfall Cyclassics bestritt, tingle ich nun durch halb Europa von Rennen zu Rennen. Nach Hamburg folgten drei Rennen in der Lombardei / ITA und am übernächsten Tag stand ich in Plouay / FRA am Start zum ProTour Rennen GP Ouest France. Dann gings weiter Richtung Westen an die 4-tägige Rundfahrt Tour Poitou Charentes. Nach einem verpassten Flug von Paris in die Heimat entschloss ich mich direkt nach Belgien zu reisen wo nur eine Woche später zum Eintagesrennen GP Chateauroux de l`Indre gestartet wurde. Dann folgte das Rennen Memorial Rik van Steenbergen / BEL und gestern nach einer wiederum langen Anreise das Rennen Paris-Brüssel über 220 Km. Leider wurde ich 15 Km. vor dem Ziel, ich befand mich zu disem Zeitpunkt immer noch in der ersten Gruppe, von der Defekthexe eingeholt !!! Voraussichtlich bleibe ich noch eine Woche in Belgien um an den Rennen wie GP Fourmies, GP Wallonie, GP Koolskamp und GP Jsbergues teilzunehmen. Aus Belgien grüsst Florian
28.August Nach 680 Km. endete am Freitag in Poitiers die 4-tägige Tour Poitou Charentes. Im Schlussklassement belege ich den 37. Rang und fühle mich trotz der vielen Rennen die ich in letzter Zeit bestritten habe noch recht gut. Bevor ich am Montag die Heimreise antrete steht Morgen noch das Rennen Chateauroux Classic de l`Indre, ein 210 Km. langes, total flaches Rennen auf dem Programm. Wenn ich recht orientiert bin war der letztjährige Stundendurchschnitt des Siegers so um die 48 Kmh !!! Aus Chateauroux grüsst herzlich Florian
Tour Poitou Charentes 2010
24.August Hoi zäme, nach dem GP Ouest France starteten wir heute im Westen Frankreichs zur 4-tägigen Tour Poitou Charents. Über die heutige, 187 Km. lange Etappe Chalais- Royan möchte ich mich kurzfassen. 180 Km. in der Spitzengruppe, 200 Meter vor dem Ziel vom Feld gestellt !!!!
Aus Royan grüsst Florian 20.August Hallo zusammen, nach den drei Rennen Tre Valli Varesine, Coppa Agostini und Coppa Bernocchi in der Lombardei gings heute mit Flugzeug und Auto gleich weiter nach Plouay / FRA., eine Gemeinde im Département Morbihan in der Brétagne. Hier findet am Sonntag das Pro Tour Rennen GP Ouest France über 13 Runden und total 248 km. statt. Auf jeder Runde werden drei Anstiege von 1 Km, 1,3 Km und 2,3 Km mit durchschnittlicher Steigung von 8 Prozent zu bewältigen sein. Ab 15.00 Uhr wird Eurosport das Rennen live übertragen. Aus Plouay grüsst Florian
15.August Hoi zäme, das einzig Pro Tour Rennen Deutschlands, die Vattenfall Cyclassics in Hamburg, könnte ohne Weiters auch zum grössten Stadtklassiker Europas gekürt werden führt doch ein Grossteil dieses Rennens durch die Stadt Hamburg und dessen Aussenbezirke. Das heutige Rennen wurde von fünf Fahrern geprägt die kurz nach dem Start das Weite suchten und bis zu 17 Min. Vorsprung herausfuhren!!! Erst auf den Zusatzrunden mit dem viermal zu befahrenen Wasaberg wurden die Ausreisser gestellt. Den erwarteten Massensprint entschied wie schon im Vorjahr Tyler Farrar vor Edvald Boasson Hagen und André Greipel zu seinen Gunsten. Der vierte Rang von unserem Sprinter Alexander Christoff ist sicher auch ein Achtungserfolg fürs ganze Team. Bei Sprintankünften dieser Art welche mit letzter Konsequenz und grösstem Risiko ausgetragen werden bist du als Nichtsprinter gut beraten etwas Abstand zu nehmen. So beendete ich das Renne mit 12 Sek. Rückstand auf den Sieger im 61. Rang. Noch heute Abend fliege ich direkt nach Italien wo ab Dienstag die Eintagesrennen Tre Valle Varesine, Coppa Agostini und Coppa Bernocchi stattfinden. Aus Frakfurt grüsst Florian
7.August Dass die heutige, zugleich auch die letzte Etappe etwas leichter werden könnte entpuppte sich im nachhinein als reines Wunschdenken. Da die Zeitabstände unter den ersten zehn Fahrern nicht eine Minute betrug erfolgte bei strömendem Regen vom Start weg Attacke um Attacke. Keiner Fluchtgruppe gelang es einen entscheidenden Abstand zwischen sich und dem Feld herauzufahren und so rüsteten sich die Sprinter einmal mehr zum grossen Sprint-Finale das Andre Greipel zum zweiten Mal an dieser Rundfahrt für sich entschied. Nur schade dass Mauro 10 Km. vor dem Ziel mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und so vom 7. auf den 24. Rang zurückfiel. So schnell kanns gehen!!! Mit einem Alessandro auf dem 5. Schlussrang konnten wir uns trotzdem schadlos halten. 5. Ballan 24. Santambrogio 60. Stalder Mein nächster Einsatz ist am Sonntag, 15. August die Vattenfall Cyclassics, ein Pro Tour Rennen in Hamburg. Aus Krakau grüsst Florian u häbits Guet 6.August
Hallo zusammen, nach den ersten drei Flachetappen folgten drei Bergetappen in der Hohen Tatra. Auf fast jeden der unzähligen, steilen, nicht allzulangen " Berge ", etwa vergleichbar mit Emmentaler Hügeln, wurde regelrecht hinaufgebolzt was mich ab und zu bös in den aenaroben Bereich brachte. Nach zwei schweren Tagen belegte unser Alessandro Ballan den 3. und Mauro Santambrogio den 9. Zwischenrang in der Gesamtwertung was für die heutige, hammerharte , mit 6 Bergpreiswertungen der 1. Kategorie gespickte und über 230 Km. lange Etappe eine ausgezeichnete Ausgangslage bedeutete. Trotz einem 7. Etappenrang fiel Alessandro im Gesamtklassement auf den 5. Rang zurück, mit nur 21.Sek. Rückstand auf den Führenden Daniel Martin. Umso erfreulicher der 7. Zwischenrang von Mauro mit dem wir 20 Km. vor dem Ziel nach einem Reifendefekt noch eine erfolgreiche Aufholjagt starteten. Ich hoffe die morgige Etappe nach Krakow über 164 Km. ist etwas leichter und grüsse aus Terma Bukowina ganz herzlich Florian Leider stürzte auf der Mittwochetappe mein Zimmerkollege Michael Schär bei der Verpflegung so unglücklich dass er das Rennen mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben musste. Abends im Hotel diagnostizierte unser Arzt Bänderzerrungen im Bereich des Schlüsselbeins und der Schulter. An dieser Stelle wünsche ich dir Michael, gute und schnelle Besserung.
3.August Schon liegen drei Etappen der Polenrundfahrt hinter uns. Gestern war`s die Längste (240 Km.) und heute die Kürzeste (122 Km.) dieser sieben-tägigen Rundfahrt. Alle drei Etappen endeten in einem Massensprint oder, wie auf der ersten Etappe 1,5 Km. vor dem Ziel, mit einem Massensturz den ich glücklicherweise heil überstand. Bis jetzt führte die Strecke grösstenteils über kartenebenes Gebiet und durch endlos scheinende Wälder wo dann schon mal etwas Monotonie aufkam. Lustig wurde es vorallem bei den Bergpreiswertungen welche auf kleinsten Wellen, fast möchte man sagen auf Autobahnübergängen, abgenommen wurden. Ab morgen gehts nun in die Berge was mir wohl eher behagt als diese superschnellen Flachetappen. Im Moment liege ich im Gesammtklassement mit 14 Sek. Rückstand auf den führenden Allan Davis vom Team Astana auf dem 46. Zwischenrang. An dieser Stelle möchte ich dem OK rund um den ehemaligen polnischen Spitzenrennfahre Czeslaw Lang ein kleines Kränzchen winden. Diese Polen Rundfahrt ist ein top organisierter Event mit gut abgesperrten Strassen und sehr viele Zuschauern. Auch die Hotels wie die Ferienressorts in welchen wir die Nächte verbringen verfügen über einen super Standard. Die späten Startzeiten sind etwas gewöhnungsbedürftig. Dadurch sind gegen Abend aber mehr Zuschauer am Strassenrand und die Einschaltquoten am TV sicher auch besser. Abgesehen von der hier herschenden Hitze die am späten Nachmittag auch etwas erträglicher wird. Aus Katowice grüsst Florian
29.Juli 67. Polen Rundfahrt vom 1.-7.Aug. Hallo zusammen, vom Giro d`Italia und der Österreich Rundfahrt einigermassen gut erholt gehts nun an die Polen Rundfahrt. Dieses Pro Tour Rennen, welches nächste Woche von Eurosport direkt übertragen wird, bestreite ich zum ersten Mal. Das Team BMC startet mit folgenden Fahrern:
Startnummer 1 Ballan Alessandro ( Vorjahressieger !!!) 2 Schär Michael 3 Wyss Danilo 4 Kristoff Alexander 5 Steward Jackson 6 Stalder Florian 7 Santambrogio Mauro 8 Butler Chris Wenn irgendwie möglich werde ich mich regelmässig aus Polen melden und verbleibe bis dahin ganz herzlich Florian
11.Juli Hoi zäme, auch die längste Etappe der diesjährigem AUT-Tour, von Podersdorf nach Laxenburg über 232 Km. wurde von André Greipel im Spurt gewonnen. Es war ein langer Tag bei ungewohnt grosser Hitze die mir stark zusetzte. Ich war froh das Ziel mit dem Feld erreicht zu haben und hoffte fürs morgige, 26,3 Km. total flache Einzelzeitfahren, noch eine kleine Kraftreserve mobilisieren zu können. Als 42er mit 2.14 Min. Rückstand auf den Sieger Joost Posthuma aus dem Team Rabobank war ich mit meiner Zeitfahrleistung dann doch recht zufrieden. Auch die heutigen, zugleich auch letzte Etappe nach Wien wurde im Sprint entschieden. In einem mit Hacken und Oesen ausgetragenen Endspurt gewann vor dem Wiener Burgentheater der Australier Graeme Brown. Die 61. Österreichrundfahrt gewinnt Riccardo Ricco vor Sergio Pardilla und Emanuele Sella. Ich belege den 23. Schlussrang. Aus Wien grüsst ganz herzlich Florian
9.Juli Der 1 Km. lange und sehr schwere Schlussanstieg der 5. Etappe hinauf zur Burg Deutschlandsberg im gleichnamigen Städtchen in der Steiermark, hätte gepasst wäre von einer 12 Mann starken Spitzengruppe nicht deren fünf durchgekommen. So kämpfte ich mit Ricco und ço. auf Pedalhöhe um die nächsten Plätze was mir schlussendlich den 12. Etappenrang einbrachte. Aus Deutschlandsberg grüsst Florian
Hinauf zur Burg Deutschlandsberg Foto: Angelika
8.Juli Bei strömendem Regen starteten wir in Kitzbühel zur dritten Etappe über die Anstiege Pass Thurn, Felberntauern und Pustertaler Höhenstrasse nach Lienz. Trotz recht guten Beinen verlor ich im letzten Aufstieg den Kontakt zur ersten Gruppe. Mit einer riskanten Abfahrt, bei der abendlichen Überprüfung der Daten zeigte mir der Computer eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kmh an, gelang mir kurz vor dem Ziel wieder der Anschluss. So war ich mit dem erspurteten 11. Rang am Zielort Lienz doch recht zufrieden. Auf der Königsetappe von Lienz hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, hoch oben am Grossglockner, wurde vom Start weg ein äusserst schnelles Tempo angeschlagen. Bei dieser schnellen Gangart gelang es keinem Fahrer bis an den Fuss des Grossglockners auch nur den minimsten Vorsprung aufs Feld herauszuholen. So kam es in diesem 20 Km. langen Schlussaufstieg zu einem Ausscheidungrennen erster Güte. Lange konnte ich mich in der vordersten Gruppe halten, doch ein weiteres Mal gelang es mir nicht diesen langen äusserst schwierigen Berg ohne Krise zu bewältigen. Überdrehst du am Glockner den Motor wirds ganz, ganz makaber!!! Als 30er erreichte ich aber dann doch noch das Ziel. Von der AUT-Tour grüsst Florian
6.Juli Hallo zäme, hier wie versprochen eine kleine Zusammenfassung der ersten zwei Etappen der Öesterreich Rundfahrt. Das erste Teilstück von Dornbirn nach Bludenz verlief ganz nach dem Gusto der Sprinter. Schon bald nach dem Start bildete sich eine drei Mann starke Spitzengruppe welche man bis kurz vor dem Ziel an der langen Leine hielt. So kam es in Bludenz zum " Kaisersprint " den André Greipel in souveräner Art und Weise für sich entschied und Dank der Zeitbonifikation auch gleich das Leadertricot überstreifen konnte. Die zweite Etappe war dann etwas für die Bergfahre, befand sich doch das Ziel hoch über Kitzbühel auf dem Kitzbüheler Horn. Auch auf dieser Etappe fuhren drei Mann schnell auf und davon. Diesmal war aber das Team BMC in der Spitzengruppe mit Michael Schär gut vertreten. Leider wurde auch dieses Trio kurz vor dem Aufstieg zum Horn gestellt. Mit dem Italiener Riccardo Ricco aus dem Team Ceramica Flaminia gewann ein excellenter Berg-und Rundfahrtenfahrer der mit diesem Etappensieg das Leadertricot von André Greipel übernahm. Ich kletterte nicht übel, aber in diesen bis zu 21% steilen Kehren auch nicht super hoch, und so kam ich als 23er beim Berghaus auf dem Kitzbüheler Horn an was auch der momentane Gesammtrang bedeutet. Über die dritte und vierte Etappe, beides Bergfahrten mit der Bergankunft am Mittwoch auf dem Grossglockner später. Mal schaun obs passt und bis dann Florian
2.Juli 4.-11.Juli 62. Internationale Österreich Rundfahrt Im schönen vorarlbergischen Städtchen Dornbirn fällt übermorgen der Startschuss zur 62. Internationalen Österreich Rundfahrt und endet am darauffolgenden Sonntag und nach 1143 Km. vor dem Burgtheater in Wien. Die Österreich Rundfahrt, übrigens nur ein Tag kürzer als die Tour de Suisse, ist trotz der Tour de France die Morgen in Rotterdam beginnt, wie immer sehr gut besetzt. 18 Teams, darunter Mannschaften wie Columbia, Quick Step, Kathusa, Rabobank, Sky, Milram, Footen-Servetto und Radioshack werden am Start stehen. Sicher weisen die Bergetappen vom Montag mit der Ankunft auf dem Kitzbüheler Horn und die Mittwoch-Etappe auf den Grossglockner vorentscheidenden Charakter auf. An beiden Tagen wird der österreichische Sender ORF das Rennen live übertragen! Wenn irgendwie möglich melde ich mich nächste Woche mit kleinen Zwischenberichten aus Österreich und grüsse bis dahin Florian
28.Juni SM in Kriegstetten Hoch gepokert und verloren Hallo zäme, gleich nach dem Start suchte ich mit zwei weiteren Fahrern das Weite. Schnell fuhren wir einen Vorsprung bis zu einer Minute heraus den wir über längere Zeit des Rennens halten konnten. Als sich bis in die Mitte des Rennens so nach und nach Fahrer wie Frank, Schär, Elmiger, Rast, Albasini, Schwab, Cancellara und ço. bei uns vorn einfanden schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein! Aber Irrtum, plötzlich lief in unserer hochkarätigen Spitzengruppe nichts mehr und der Zusammenschluss des nachjagenden Feldes wurde schnell mal Wirklichkeit. Das Rennen konnte von vorn beginnen und die Karten neu gemischt werden! Doch irgendwie spührte ich meinen Effort, verpasste beide Fluchtgruppen und so kam ich als 39.er mit dem Feld ins Ziel. Das Podest sieht folgendermassen aus: 1. Martin Elmiger AG2R, 2. Simon Zahner BMC, 3. Pirmin Lang Fidi BC. Härzlechi Grüess u häbit ä gueti Wuche Florian
21.Mai 27.Juni Schweizermeisterschaft in Kriegstetten / SO Hallo zusammen, nach kurzer Erholungspause vom Giro d`Italia und dem GP. Kanton Aargau gehts am Sonntag weiter mit der SM in Kriegstetten. Der Start zum Rennen der Elite über 10 Runden und 197 Km. erfolgt um 11.30 Uhr. Auf dem mittelschweren Rundkurs wirds zu einem schnellen, sicher aber auch spannenden Rennen kommen. Es würde mich riesig freuen auf der 19,7 Km. langen Runde möglichst viele Zweisimmer anzutreffen. Also bis am Sonntag in Kriegstetten. Gruss Florian
4.Juni Hallo zäme, zum Abschluss vom diesjährigen Giro d`Italia noch einige Bilder. Bergzeitfahren San Vigilio Di Marebbe-Kronplatz
Beim Einschreiben Links: Stefano Garzelli
Die Rückseite von unserem Bus Rosatricot-Träger david Arroyo
Team Katusha
Cadel Evans, Sieger des Punkteklassement Photo: Tim de Wale Ich hoffe euch hats gefallen und bis am Sonntag in Gippingen beim GP des Kanton Aargau. Gruss Florian
1. Juni Hoi zäme, sehr müde, ein klein wenig stolz aber auch dankbar kehrte ich am Montag-Abend vom Giro d`Italia zurück ins Berner-Oberland. Zurück von einem Giro der wohl in die Geschichtsbücher des Radsports eingehen wird. So stand und steht es jedenfalls in den Zeitungen. Die letzte Woche verlangte von mir Alles ab!!! Angefangen mit der unglaublich steilen Bergankunft auf den Monte Zoncolan,
Monte Zoncolan Photo: Roberto@Bettini dann das nicht weniger steile Bergzeitfahren hinauf zum Kronplatz ( bis zu 24 Prozent ) oder die 18. Etappe übers Gampenjoch nach Peio Terme (auch wieder eine Bergankuft ).
Photo: @ Sirotti Bergzeitfahren San Vigilio Di Marebbe-Kronplatz Auf der 19. Etappe war trotz der Bergankunft in Aprica der Mortirolo-Pass das Highlight des Tages gilt dieser 1854 Meter hohe Berg zu einem der wohl brutalsten Anstiege der Giro-Geschichte. Damit nicht genug und weils doch so spannend war, quälten wir uns zuvor noch über den 11 Kilometer langen und bis 14 Prozent steilen Trivigno. Vor der fünften und letzten Bergankunft des diesjährigen Giro, auf dem Passo del Tonale, musste noch der sehr schwere Passo di Livigno und der endlos lange Gavia-Pass, mit 2618 Metern das Dach dieser Rundfahrt, bewältigt werden.
Gavia-Pass Photo: @ Sirotti Und endlich am Sonntag in Verona dann noch die abschliessende Prüfung gegen die Uhr. Es war ein eindrückliches Erlebnis diesen Giro d`Italia im römischen Amphitheater im Herzen Veronas vor tausenden Zuschauern beenden zu können.
Amphitheater in Verona Photo: @Sirotti Noch mehr Interessantes über den Giro 2010 am Donnerstag. Bis dahin grüsst aus Unterseen Florian
22. Mai Eine weitere über mehr als 200 Km. lange Etappe, ich glaube es ist mittlerweilen die Achte, liegt hinter uns. Das Haupthindernis der heutigen 14. Etappe von Ferrara nach Asolo war die schwere Steigung von Semonzo hinauf zum 1675 Meter hohen Monte Grappa. Semonzo liegt auf ça.100 Meter über Meer!!! Cadel Evans erkämpfte sich den 4. Etappenplatz und belegt im Gesamtklassement den 10. Rang. Noch eine kleine Vorschau auf die Etappe vom Sonntag Mestre-Zoncolan über 225 Km., entnommen aus dem Procycling-Journal. Drei Anstiege gehen einer Kletterpartie voraus, die gemeinhin als schwerste Europas gilt. Gilberto Simoni behauptete, die leichtesten Abschnitte des Monte Zoncolan seien so schwer wie die schwersten Anstiege der Tour de France. Wie aus einer anderen Welt, hat die Strasse über zehn Kilometer hinweg im Schnitt 11,5 Prozent Steigung. Die Fans werden es lieben und zu tausenden am Strassenrand stehen, die Fahrer werden versuchen es durchzustehen. Ich hoffe morgen einen etwas besseren Tag einzuziehen als heute, sonst sehe ich für die Fortsetzung des Giros für mich schon etwas schwarz. Über die letzte Woche vom Giro d`Italia werde ich mich erst nach Ende der Rundfahrt mit einer Zusammenfassung melden. Bis dahin Florian
21. Mai Hallo zusammen, auf der 12. Etappe hat Filippo Pozzato für den ersten Erfolg der Gastgeber gesorgt. Der italienische Meister entschied über 206 Km. von Citta Sant`Angelo nach Porto Recanti den Sprint einer 10 Mann starken Ausreissergruppe. Das Hauptfeld, in dem ich mich im äusserst hart gefahrenen Finale mehr schlecht als rech halten konnte, folgte mit etwa zehn Sekunden Rückstand.
Der Adria entlang. Photo credit @ Roberto Bettini Nach einer schlecht geschlafenen Nacht mit Hitze- und Kälteschüben begleitet von Schweissausbrüchen gings weiter der Adria entlang Richtung Marco Pantanis Heimatstadt Cesenatico. Auch diese 222 Km. lange Etappe wurde von einem Italiener, Manuel Belletti vom Team Colnago, gewonnen. Trotz der schlechten Nacht kam ich recht gut über die Runde und traf wie am Vortag mit dem Feld ein. Morgen steht die 14. Etappe mit dem 1675 Meter hohen Monte Grappa auf dem Programm. Ein 18 Kilomete langer Berg mit einer durchschnittlichen Steigung von 8 Prozent. Vom Giro grüsst Florian
19.Mai Eine schreckliche Etappe Die 11. Etappe von Lucera nach L`Aquila über 262 Km. gestaltete sich zu einer der schrecklichsten Etappen die ich als Radprofi je gefahren bin!!! Der kurz nach dem Start einsetzende Regen und die tiefen Temperaturen, so um die 12° , machten diese 7-Stundenfahrt durch die Abruzzen nach L`Aquila zu einer Riesenschinderei. Leider verlor heute Cadel Evans seinen zweiten Platz im Gesamtklassement da sich schon früh eine grosse Spitzengruppe vom Feld löste und mit über 12 Min. Vorsprung auf Vinokourov, Evans, Basso, Cunego usw. das Ziel erreichten. Nach etwa 230 Km. musste auch ich die immer kleiner werdende Gruppe um Evans ziehen lassen. Ein weiterer Defekt der mich kurz darauf ereilte wäre nicht das Problem gewesen. Eher das lange Warten im Regen und in der Kälte auf einen Materialwagen, mit zwei Autos pro Team kann man natürlich nicht überall sein und erst nicht bei solch chaotischen Verhältnissen, hätte mir beinahe den Rest gegeben. Mit Mauro Santambrogio und Jeff Louder mussten heute zwei weitere Teammitglieder aufgeben. Aus L`Aquila grüsst herzlich Florian
Photo credit @ Roberto Bettini
18.Mai Auf der 10. und zugleich südlichsten Etappe des diesjährigen Giro querten wir Italien von Avelino am Tyrrhenischen Meer hinüber an die Adria, durch riesige Olivenfelder, nach Bitonto. Trotz der 230 Km. langen und recht gebirgigen Strecke rüsteten sich in Bitonto ça 150 Fahrer zum Schlusssprint den Tyler Farrar aus dem Team Garmin für sich entschied. Das Ziel der 11. Etappe, mit 262 Km. mit fast 4000 Höhenmetern die längste des Giro 2010, liegt in L`Aquila das im vergangenen Jahr von einem schrecklichen Erdbeben völlig zerstört wurde. Vom wunderschön an der Adria gelegenen Bitonto grüsst Florian
17.Mai Von der 9. Etappe Frosione - Cava de`Tirreni über 187 Km. und einem Schnitt von 45,2 Kmh lassen wir mal Bilder sprechen.
Photo credit @ Roberto Bettini
Photo credit @ Roberto Bettini
Photo credit @Sirotti Aus Cava de`Tirreni grüsst Florian
16.Mai Cadel Evans gewinnt 7. Etappe Die 7. Etappe des Giro d`Italia von Carrara nach Montalcino über 222 Km. wird als eine der denkwürdigsten in die Geschichtsbücher des Radsports eingehen. So jedenfalls konnte man es heute Morgen in sämtlichen Gazetten lesen. Auch auf den TV- und Radiosendern sprach man im Superlativ über diese Etappe. Man meinte damit sicher nicht den Dauerregen sondern das 30 Km. lange Finale auf der Strade Bianche, das ist so ein weisser Naturweg, der durch eben diesen strömenden Regen total aufgeweicht wurde. Diese schmalen und engen Naturwege verwandelten sich durch das viele Wasser in einen kaum fahrbaren, braunen, schlammig-glitschigen Parcour. Da du schon nach wenigen Metern Fahrt auf diesen Dreckpisten kaum mehr etwas sahst, waren hier bei Tempos zwischen 40-50 Kmh schon etwas Steuerkünste gefragt. Zum Glück ging Alles gut.
Photo: @ Roberto Bettini
Photo: @ Roberto Bettini Die heutige Etappe über wiederum lange 189 Km.von Chianciano auf den Monte Terminillo war die erste Bergankunft an diesem Giro. Es gewann der Däne Sörensen vor Stortoni und Volpi. Cadel Evans fuhr zeitgleich mit Cunego, Garzelli, Vinokourov, Basso, Nibali und Scarponi als 9er über die Ziellinie und belegt im Gesamtklassement hinter Vinokourov den hervorragenden zweite Platz!. Mitlerweilen belege ich im Gesamtklassement den 101.Rang. Vom Giro grüsst Florian 14.Mai Hallo zusammen, über das Manschaftszeitfahren will und mag ich nicht viele Worte verlieren. Nur ein kurzer Satz. Es war zum kotzen. Als Erinnerung an diese Etappe existiert wenigstens noch ein schönes Foto.
Auf der 5.Etappe von Novara nach Novi Ligure drehten meine Beine zum Glück wieder besser. Noch etwas interessantes über den diesjährigen Giro. Als Teil einer Hommage werden verschiedene Etappen Giro-Helden gewidmet. So führte diese Etappe durch Castellania, den Geburtsort von Fausto Coppi. Im Geburtshaus Faustos und seinem Bruder Serse erinnert heute ein Museum an seine aussergewöhlichen Leistungen. Die 6.Etappe Fidenza-Carrara erinnerte an Jacques Anquetil der vor 50. Jahren seinen ersten von zwei Giro-Siegen errang und wo Anquetil in der berühmten Marmorstadt Carrara ein zwei Kilometer langes Zeitfahren gewann. Ich habe an diese Etappe eine etwas weniger schöne Erinnerung wurde ich schon früh in einen bösen Sturz verwickelt. Mit Prellungen und den obligaten Schürfungen bin ich aber noch gut davongekommen. Auch von diesem Sturz gibt es ein Föteli.
Photo credit @ Roberto Bettini Morgen gehts weiter Richtung Montalcino. Eine Etappe die Gino Bartali gewidmet ist, dessen Todestag sich zum zehnten Mal jährt. Sie führt durch Voltera, eins der schönsten Bergstädtchen der Toskana, und über die unasphaltierten weissen Strassen der L`Eroica. Aus Carrara grüsst Florian
12.Mai Wie schnell doch so ein Ruhetag vorübergeht. Noch am selben Abend, nach der dritten, 230 Km. langen Windetappe in Holland, flogen wir nach Cuneo/ ITA. Dort erwartete uns ein sehr herzlicher Empfang und sicher auch ein gut gemeintes 23.15 Uhr Dinner. Jedenfalls wurde es 01.30 Uhr bis wir in die Federn kamen. Zwischen dem ersten und dem zweiten Ruhetag am 24.Mai liegen , wenn ich richtig zusammenzähle, zwölf Etappen. Zwölf schwere Etappen wie zum Beispiel das heutige Manschaftszeitfahren, die Etappen durch die Abruzzen und den Apennin über teilweise nicht asphaltierte Schotterpisten, die 262 Km. lange und zugleich auch längste Etappe an diesem Giro oder die zwei Bergankünfte auf den Monte Terminillo und den bis zu 22 Prozent steilen Monte Zoncolan. Mein Vorsatz lautet: Nimm ein Tag um den Andern und schau was er bringt. Aus Cuneo grüsst Florian
10.Mai Cadel Evans im rosa Tricot Hoi zäme, so, die drei ersten Etappen vom Giro d`Italia, ausgetragen in Holland liegen hinter uns. Die zweite Etappe von Amsterdam nach Utrecht über 210 Km. war etwas vom Chaotischten was ich im Radsport je erlebt habe. Gleicher Meinung ist übrigwens auch unser Cadel und das will dann schon etwas heissen. Vor einer widerum imposanten Zuschauermasse entwickelte sich ein äussest nervöses Rennen. Stürze zu Hauf und immer, so kam es mir jedenfalls vor, war ich darin verwickelt. Mal lag ich zuoberst auf dem Haufen, mal zuunterst, dann wieder in einem Ackerfeld aber immer hatte ich Glück, im Gegensatz zu Martin Kohler der sich bei einem Sturz das Schlüsselbein brach. Er wird uns auf dem langen Weg nach Verona sehr,sehr fehlen. Am Ende dieser Etappe jubelten wir aber trotzdem, konnte sich Cadel Evans schon mal ins rosa Tricot einkleiden lassen.
Cadel Evans Im rosa Tricot Photo credit@Bettini Auch Zuschauer können Stürze verursachen!!! Photo credit@Bettini Die dritte Etappe Amsterdam-Middelburg über 224 Km. war ein grosses Windkantenrennen entlang der Nordseeküste. Eine Etappe die von uns Allen alles abverlangte. Leider war im Finale ausser Evans niemand von uns in der ersten Gruppe vertreten und so kam es wie es kommen musste. Ein Sturz in dieser Gruppe und Cadel konnte die dadurch entstehende Lücke alleine nicht mehr schliessen und schon war das rosa Tricot an den Kasachen Vinokourov verloren. Noch heute Abend fliegen wir nach Italien wo es am Mittwoch mit dem Mannschaftszeitfahren Savigliano-Cuneo über 32,5 Km. auf einer immer leicht ansteigenden Strecke weitergeht. Es grüsst ganz herzlich Florian
9.Mai Ein sensationeller Auftakt Hallo zusammen, der Auftakt zum 93.Giro d`Italia bildete ein 8,4 Km. langer Prolog durch die Innenstadt von Amsterdam. Der Brite Bradley Wiggins aus dem Team Sky gewann diesen Prolog vor einer fantastischen Zuschauerkulisse, man spricht von einer halben Million, mit dem horrenden Durchschnitt von 48,9 Km/h. Die Riesenüberraschung aber war unser Brent Bookwalter der mit nur 2 Sek. Rückstand den 2.Rang belegte!!! Auch Cadel Evans als Dritter dieses Zeitfahrens untermauerte seine Favoritenrolle am diesjährigen Giro auf eindrückliche Art und Weise. Dank John Murphy als 28er belegen wir in der aktuellen Mannschaftswertung den 2.Platz. Mit 59 Sek. Rückstand auf den Sieger bin ich gerade mal auf dem 172 Rg. gelandet. Aber eins, liebe Leser, kann ich euch sagen, dieses Zeitfahren war ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Die vielen Zuschauer die hervorragende BMC-Zeitfahrmaschiene, einfach grandios. Es folgen nun zwei 209 Km. lange Etappen rund um Amsterdam. Anschliessend fliegen wir zurück nach Italien wo am Mittwoch in Cuneo das Mannschaftszeitfahren über die Bühne geht. Bis dahin grüsst aus Amsterdam Florian
Mein neues BMC-Zeitfahrvelo
1.Mai Giro d`Italia 2010 vom 8.-30.Mai
Wie versprochen hier eine kleine Vorschau auf den Giro d`Italia 2010. Entnommen aus dem Procycling-Journal, Ausgabe Mai. In diesem Jahr folgt der Giro einer atemberaubenden Strecke, die an die grossen Fahrer in seiner Geschichte erinnert und ein einzigartiges Spektakel verspricht. Nach einer Jahrhundert-Auflage, deren Route von der Norm und vor allem von den Dolomiten abwich, ist der Giro d`Italia 2010 zu einem altbewährten Format zurückgekehrt- ob Sie unter " altbewährt" nun "sadistisch" oder " spektakulär" verstehen, hängt davon ab, ob Sie Fahrer oder Fan sind. Der diesjährige Giro wird brutal und daher hochdramatisch. Der Monte Terminillo, Monte Grappa, Passo di Gavia und Passo del Tonale sind nicht nur Monumente des italienischen Radsports, sondern auch der italienischen Geschichte. Das Giro-Peloton wird sie alle erklimmen. Noch furchteinflössender sind die legendären Gipfel, die ihren Ruhm fast ausschliesslich dem Giro verdanken - Plan de Corones, Passo di Mortirolo und Monte Zoncolan - und auf die Favoriten Cadel Evans, Franco Pellizotti und Carlos Sastre warten. Als wir einen anderen Aspiranten auf das Rosa Tricot, Michele Scarponi, baten, einen Blick auf die Bergetappen zu werfen, war er nicht mehr sicher, ob er am 8. Mai in Amsterdam an den Start gehen will. Text: Peter Cossins Liebe Fans, ich hoffe Euch bis nach Verona, wo der Giro mit einem Einzelzeitfahren zu Ende geht, in loser Folge über meine Erlebnisse berichten zu können. Häbits Guet u bis bald Florian
25.April Hallo zusammen, mit etwas gemischten Gefühlen kehre ich von der 4-tägigen Trentino-Rundfahrt zurück. Das Einzelzeitfahren am ersten Tag, an dem ich auf den Sieger Vinokourow 1Min.38 Sek. einbüsste, bringt mir auch diesmal keine neuen Erkenntnise. Zeitfahren Riva del Garda-Torbole Auf der zweiten Etappe über 170Km. mit einer 12Km. langen Bergankunft nach San Martino di Castrozza, wo ich als 50er knapp 5Min. auf Sieger Ricco verlor, gibt mir schon eher mehr zu denken. Nicht der Rückstand ist das Problem sondern mein momentan schlechtes Erholungsvermögen während- und nach den Rennen.
Zielankunft in San Martino di Castrozza Im 20Km. langen Aufstig auf den 2000m.ü. M. gelegenen Passo Rolle, den wir gleich nach dem Start zur 3.Etappe in Angriff nahmen, musste ich schon früh die Hauptgruppe ziehen lassen und nur mit Mühe erreichten wir, d.h. ein Grüppchen von etwa 10 Mann, noch vor Kontrollschluss das Ziel in Trento. Im Aufstieg Richtung Passo Rolle Die 4. und letzte Etappe, eine Bergankunft auf die Alpe di Pampeago im Val di Fiemme wo im 2013 die nordischen Skiweltmeiserschaften stattfinden, verlief etwas besser. Als 59er mit 5Min.31Sek. Rückstand auf Sieger Pozzovivo und als 98er. in der Gesamtwertung gibt es aber nicht viel zu rühmen.
Hinauf zur Alpe di Pampeago (Val di Fiemme) Ich hoffe bis zum Giro d`Italia, der am 8. Mai beginnt, wieder über mein volles Leistungsvermögen zu verfügen. Ich werde mich noch kurz vor der Abreise nach Holland, wo der Giro d`Italia dieses Jahr beginnt, mit einer kleinen Vorschau melden. Aus Unterseen grüsst Florian
18. März Unser neuer Teambus
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